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November 2024, Interview: Jürg Freudiger

Das neue Angebot heisst «Brandschutzkonzepte». Geht es bei Ihrem Unternehmen nicht immer um Brandschutz?
Reto Zumbrunnen: «Im Prinzip natürlich schon. Aber manchmal verkaufen wir ja einfach nur einen Handfeuerlöscher. Oder ein paar Rauchmelder. Ein Brandschutzkonzept hingegen ist viel mehr als das! Wie der Name sagt, handelt es sich um ein Konzept, etwas Umfassendes und Weitreichendes, das neben den üblichen Geräten bauliche, technische und organisatorische Aspekte umfasst. Wir schlagen dem Kunden präzise aufeinander abgestimmte Massnahmen vor, die dazu dienen, seine Schutzziele zu erreichen und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.»
Natürlich in der Absicht, möglichst viele Feuerlöscher und Rauchmelder zu verkaufen?!
«Überhaupt nicht! Der Kunde kauft Beratung. Ob er die vorgestellten Massnahmen dann mit unseren Geräten umsetzt oder nicht, ist ihm freigestellt. Natürlich freuen wir uns, wenn er auch die Ausrüstung bei uns bestellt, aber er ist dazu in keiner Weise verpflichtet. Es ist mir wichtig, das zu betonen.»
Wie gehen Sie denn vor, wenn ein Kunde ein solches Konzept braucht?
«Meistens klären wir mittels einer Bestandesaufnahme vor Ort die wichtigsten Fragen: Gibt es Brandschutzwände? Braucht es Brandmeldeanlagen? Sprinkler? Rauchabzugsanlagen? Wo sind Feuerwiderstände vorhanden? Sind die Fluchtwege sicher? Ist die Fassade brennbar? Wie nahe stehen die nächstgelegenen Bauten? Auf dieser Basis erstellen wir einen Massnahmenplan.»
«Der Kunde kauft Beratung. Ob er die vorgestellten Massnahmen dann mit unseren Geräten umsetzt oder nicht, ist ihm freigestellt. »
Reto Zumbrunnen, Brandschutzfachmann VKF / CFPA-E
Welches sind denn entsprechende Kunden?
«Das ist sehr unterschiedlich. Das können Industrie-, Gewerbe-, Büro-, Verwaltungs- oder Schulbauten sein, aber auch beispielsweise Mehrfamilienhäuser. Oft braucht es ein Brandschutzkonzept bei Umnutzungen. Kürzlich hatten wir einen Fall, wo Wohnungen zu einer KITA umgebaut wurden. Da hatten die Behörden ein paar Vorgaben. Man muss auch sagen, dass die Regelungen und Handhabungen von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich sind.
Kantönligeist, halt. Behalten Sie denn da die Übersicht?
«Ja, hier kommt uns das schweizweite Netz von PRIMUS zugute. Wir haben überall Fachleute; dazu kommen derzeit fünf top Spezialisten, die alle über die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten Brandschutz (SiBe BS) verfügen und sich natürlich in der Region und den kantonalen Gesetzesvorlagen bestens auskennen.»

An was muss man bei einem umfassenden Brandschutz denn noch denken? Als Laien kommen einem Handfeuerlöscher in den Sinn, Löschposten, Sprinkler…
«Das sind alles wichtige Geräte. Ebenso wichtig ist aber eben auch, dass sie am richtigen Ort positioniert sind. Weiter geht es beispielsweise um Fluchtwege: Sind sie sicher – denken Sie an Treppenhäuser – gibt es da Brandschutzwände? Sind diese Fluchtwege signalisiert? Werden sie freigehalten? Wir helfen dem Kunden beispielsweise auch, solche Dinge organisatorisch zu handhaben und zu kontrollieren. Oft braucht es auch ein Alarmkonzept. Wie wird ein Feuer entdeckt? Welche Art von Alarm soll ausgelöst werden? Wer macht dann was? Und wohin gehen die Menschen, die aus dem Gebäude fliehen müssen?»
Tatsächlich eine ziemlich umfassende Geschichte.
«Ja, und ich bin froh, dass wir das bei PRIMUS jetzt anbieten können.»
Zum Schluss noch: Wo meldet man sich, wenn man ein Brandschutzkonzept haben möchte oder vielleicht herausfinden will, ob man eins braucht?
«Da kann man sich völlig unverbindlich erkundigen. Egal, ob SiBe-Brandschutz, Evakuationsplanung, Fluchtwegmanagement oder Qualitätssicherung – wir stehen für sämtliche Fragen rund um den organisatorischen, technischen und baulichen Brandschutz zur Verfügung. Ein Mail genügt: sibe@primus-ag.ch